
November 2010 - Wanderausstellung „1000 Jahre Genji Monogatari – Die Geschichte vom Prinzen Genji“
Japanische Seidenreliefbilder aus der Werkstatt von Yoko Nakamura, Tokyo
Die Geschichte des Prinzen Genji gilt als vermutlich ältester Roman der Weltliteratur.
Anlässlich der Niederschrift dieses Klassikers vor 1000 Jahren beging man in
Japan in 2008 ein Jubiläumsjahr. In zahlreichen Veranstaltungen wurde dem
Werk dabei gebührend gedacht.
Zu den vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr zählte auch eine Ausstellung von 54 Oshie – japanischer Wandbilder aus Stoff -, die die 54 Kapitel des Genji Monogatari repräsentieren. Gefertigt wurden diese reliefartigen und detailgetreuen Stoffbilder von Yoko Nakamura und ihrer kunsthandwerklichen Gruppe Sainokai, die nun auch ihren Weg nach Deutschland finden.
DAIHATSU Deutschland ist Partner dieser Wanderausstellung, die in Offenbach, Düsseldorf und Würzburg präsentiert wird. Gezeigt werden 54 Seidenreliefs, die in traditioneller Handarbeit von der japanischen Künstlerin Yoko Nakamura und ihrer kunsthandwerklichen Gruppe Sainokai gefertigt wurden.
Ausführliche Informationen zur Wanderausstellung können Sie auch dem Ausstellungsbegleiter entnehmen. Sie können ihn über diesen Link als PDF (3,1 MB) herunterladen.
Die Ausstellungstermine
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25.04.2010–20.06.2010 Eröffnung: 25.04.2010, 11:30 Uhr Deutsches Ledermuseum Frankfurter Str. 86 63067 Offenbach am Main Tel. 069 / 829798-0 Öffnungszeiten: Di–Sa, 10–17 Uhr |
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27.08.2010–19.09.2010 Eröffnung: 27.08.2010, 18 Uhr EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V. Brüggener Weg 6 40547 Düsseldorf Tel.: 0211 / 577918-0 Öffnungszeiten: Di–So, 13–17 Uhr |
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10.10.2010–20.02.2011 Eröffnung: 09.10.2010, 18 Uhr Siebold-Museum Frankfurter Str. 87 97082 Würzburg Tel.: 0931 / 413541 Öffnungszeiten: Di–Fr, 15–17 Uhr, Sa/So, 10-12 und 15-17 Uhr, (geschlossen: 24./25./31.12.10, 01.01.2011) |
Die Geschichte vom Prinzen Genji
Die Geschichte vom Prinzen Genji („Genji Monogatari“) ist ein höfischer Liebesroman und zugleich umfassendes Sittengemälde der Adelsgesellschaft aus dem Japan der Heian-Zeit (794–1192). Er wurde um das Jahr 1000 verfasst und wird traditionell der japanischen Hofdame Murasaki Shikibu zugeschrieben, die am kaiserlichen Hof in Heian-kyo, dem heutigen Kyoto, in Diensten stand.
Prinz Genji, Sohn des herrschenden Kaisers, erfährt bereits im Alter von zwei Jahren den schmerzlichen Verlust seiner Mutter Kiritsubo. Das Leben des Heranwachsenden am Hof in Heian-kyo, dem politischen und kulturellen Zentrum des Landes, ist von zahlreichen Frauengeschichten geprägt. So wird aus der Affäre mit seiner Ziehmutter, der Hofdame Fujitsubo, ein Kind geboren, das später als vermeintlicher Kaisersohn unter dem Namen Reizei den Thron besteigt. Mit seiner eigenen Frau Aoi-no-ue hingegen unterhält der Prinz kein inniges Verhältnis. Die Aufdeckung einer weiteren Liaison mit der zukünftigen Frau des Thronfolgers fordert die zeitweilige Verbannung des Prinzen. Nach seiner Rückkehr gelangt Genji jedoch zu großem Ansehen: Von seinem Sohn, dem neuen Kaiser, wird er ins Kanzleramt erhoben und fungiert als mächtiger Staatsmann. Genjis große Liebe und zweite Frau, Murasaki-no-ue, bestimmt fortan sein Leben, trotz vieler weiterer Affären, bis zu ihrem Tod. Schwer getroffen zieht sich der Prinz zurück und stirbt bereits im Jahr darauf.
Nach drei Übergangskapiteln erzählt der zweite Teil des Genji Monogatari, der im Dorf Uji ein Stück außerhalb der alten Kaiserstadt spielt, von den Liebesabenteuern von Genjis angeblichem Sohn Kaoru. Wie sich herausstellt, entstammt dieser in Wirklichkeit einer Affäre von Genjis Nebenfrau Nyosan mit seinem Neffen Kashiwagi. Sabotiert durch seinen Kontrahenten Niou, Genjis Enkel, nehmen Kaorus Liebschaften zumeist jedoch ein unglückliches Ende.



